Seid mutig da draußen! Seid kämpferisch!

Die Geschichte dreier mutiger, kämpferischer Frauen, das ist „Der Zopf“.

Da ist Smita. Sie lebt in Badlapur, Uttar Pradesh, Indien. Smita ist eine Unberührbare und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es ihre Tochter einmal besser haben soll. Dafür würde sie sogar ihre Haare opfern.

Viele Kilometer entfernt lebt Giulia, genauer gesagt in Palermo, Sizilien. Sie wünscht sich nichts mehr als die Perückenfabrik ihres Vaters vor dem Bankrott zu retten. Doch wie, wenn die italienischen Frauen ihre Haare nicht mehr verkaufen.

Und schließlich ist da noch Sarah. Sie lebt auf der anderen Seite der Weltkugel in Montreal, Kanada. Als die erfolgreiche Anwältin und alleinerziehende Mutter an Krebs erkrankt wirft sie das verständlicherweise komplett aus der Bahn. Doch manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die uns Frauen wieder Mut schöpfen lassen. Eine Perücke zum Beispiel.

Drei Geschichten, drei Frauen…. Weiterlesen

Die Faszination des Geheimnisvollen

Ich finde es hat immer etwas Faszinierendes an sich, wenn sich ein Buch mit einem realen Stoff beschäftigt. Wenn die Geschichte hinter der Fiktion wahr ist. Und so verhält es sich auch mit dem Roman von Torsten Seifert, indem er uns zurückversetzt in das Jahr 1947 und seinen Helden Leon Borenstein, einen der vielversprechendsten neuen Sterne am Himmel der Skandalreporter Los Angeles, auf die Jagd nach einem Phantom schickt. Weiterlesen

Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Joachim Meyerhoff lässt die Toten noch einmal hoch fliegen

Joachim Meyerhoff zählt zu den erfolgreichsten Theaterschauspielern seiner Generation. Erst im September wurde er erneut von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. Meyerhoff kann aber nicht nur spielen. Er schreibt auch. Und wie. Seine autobiografischen Texte sind zum Lachen komisch und zum Weinen traurig. Auch bei „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ möchte man am liebsten die Türe schließen, ein „Bitte nicht stören“-Schild aufhängen. Untertitel: „Lese gerade Meyerhoff. Bin gerade in einer anderen Welt.“ Weiterlesen

Und die Moral von der Geschichte – über Amélie Nothombs neues Buch „Töte mich“

Bereits 2015 bei Éditions Albin Michel, Paris, unter dem Titel „Le crime du comte Neville“ erschienen, ist Amélie Nothombs nunmehr vierundzwanzigstes Buch nach langem Warten endlich auch auf Deutsch zu haben. Und das Warten hat sich mehr als gelohnt. Wie so häufig bei Nothomb ist es eine kleine Geschichte, mehr Märchen, denn Roman. Ein kleines Kunstwerk, Krimigroteske und pointierte Gesellschaftskomödie in einem. Ein kluges Büchlein, voller Spitzfindigkeiten, schwarzem Humor, beißenden Dialogen. Jedes Wort ist hier am richtigen Platz, jede Pointe passt. Weiterlesen

Lesen, einfach lesen!

Ruhig ist es in den vergangenen Wochen geworden auf meinem Blog. Aber so eine kleine Auszeit muss ab und an auch einmal sein. Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht etwa nicht gelesen hätte. Lesen gehört für mich einfach zum Leben dazu und so melde ich mich nun zurück mit vielen neuen Buchtipps an Bord, denn hier haben sich in den vergangenen Wochen so einige gute Bücher angesammelt, die ich Euch einfach nicht vorenthalten möchte. Und da in der Kürze ja bekanntlich auch die Würze liegt geht es gleich los mit den Tipps, in der willkürlichen Reihenfolge meines Lesens.

Weiterlesen

Ein Leben unter der Glasglocke

129-1

Jeder Geist baut sich selbst ein Haus; und jenseits dieses Hauses eine Welt.     

                                                                           Emerson

 

Es gibt Dinge, die Suchen und die finden sich. Ganz ähnlich dürfte es sich mit dem Thema „Biosphäre 2“ und T.C. Boyle verhalten haben. Ein Millionär, mit visionären Ideen und eine Gruppe ausgewählter Mitarbeiter, die gemeinsam versuchen in einem nahezu wahnwitzigen Experiment zu beweisen, dass es möglich ist, eine künstliche Alternative zu unserer Erde, zu der einmaligen Biosphäre in der wir leben, zu erschaffen. Weiterlesen

ELEFANT – Vom Segen und Fluch der Gentechnik

elefantsuter

Wer kennt sie nicht, hat nicht zumindest schon einmal von ihnen gehört oder sie im Buchhandel stehen sehen, die Romane des Schweizer Autors Martin Suter. „Lila, Lila“, „Small World“, „Der letzte Weynfeldt“ oder zuletzt „Montecristo“. Unvergesslich auch seine Romanserie rund um den versnobten, adligen Privatdetektiven Allmen oder seine schon legendäre Kolumne aus der „Business Class“. Mit „Elefant“ hat sich Suter wieder einmal selbst neu erfunden. Weiterlesen

Eine Salomé ihrer Zeit auf der Suche nach der wahren Lebensfreude

107-1

Ihre Intelligenz wurde ihr zum Verhängnis, ihre Beziehungen zu Männern zur Gefahr, ihre Amoralität und ihr Wissen um die weibliche Verführungskunst zur Waffe gegen sie, dabei bestand ihr einziges Verbrechen darin frei und unabhängig zu sein.

Die Rede ist von Mata Hari, was so viel bedeutet wie „Auge des Tages“. Sie war eine exotische Nackttänzerin, exzentrische Künstlerin, Geliebte zahlreicher einflussreicher Männer und mutmaßliche Doppelagentin. Am 25. Juli 1917 wurde sie wegen Hochverrats von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt.

Mata Haris abenteuerliches Leben und ihr tragisches Ende stehen bis heute im Mittelpunkt zahlreicher Romane und Filme. 2017 jährt sich ihr Todestag zum 100-sten Male.

Mit „Die Spionin“ hat Paolo Coelho dieser geheimnisumwobenen Frau ein weiteres literarisches Denkmal gesetzt. Weiterlesen